Im Studienauftrag galt es ein Mehrfamilienhaus mit 28 Kleinwohnungen und ergänzend kollektiv genutzten Flächen zu entwerfen. Eine komplexe stadtbauliche und bewilligungsrechtliche Ausgangslage (Lärmschutz, Nah- und Grenzbaurechte) und die explizite Aufforderung der Auftraggeberschaft über räumliche Qualitäten jenseits von vermietbarer Fläche nachzudenken führte zu einem spezifischen Typus. Das offene Treppenhaus erschliesst über einen Hybrid aus 3-Spänner und Laubengang eine Vielfalt an differenzierten Wohnungen. Der Kopfbau gegen Westen wird geschossweise von Studiowohnungen besetzt, während der Regeltypus von Maisonetten besetzt werden, die auf kleinster Fläche bereichernde räumliche Qualitäten bieten. Im Sinne ihrer stadträumlichen Präsenz wird die kollektive Erschliessungsfläche des Laubenganges als Massivbau in Ortbeton erstellt, während die dichte Schottenstruktur der Wohnungen in Analogie eines Kartenhauses in Brettsperrholzwänden- und decken konstruiert ist. Den Abschluss des volumetrischen Gefüges bildet ein expressives Sheddach. Pflanztröge und Rankpflanzen säumen Laubengang und Terrasenbereiche, prägen massgeblich den Ausdruck des Gebäudes und verweisen in Ihrer Eigenständigkeit auf die spezifische Wohnform. Das Wohnhaus wird mehrheitlich in Massivholzbauweise/CLT erstellt und nach SNBS Gold zertifiziert.
Team JCFA: Dominic Kim, Ludwig Hänssler, Noémi Orth, Amos Mauri, Nicola Nussbaumer, Carolina Gomes, Severin Graf, Han Seul Ju
Fachplaner: Landschaftsarchitektur, Habitat Landschaftsarchitektur GmbH, Zürich
Baumanagement, Perita AG, Zürich
Bauingenieur, WKP Bauingenieure AG, Zürich
Holzbauingenieur/Bauphysik, Brandschutz, Timbatec Holzbauingenieure Schweiz AG, Zürich
Nachhaltigkeit, Durable Planung und Beratung GmbH, Zürich
HLKSE-Planung, Hess Hefti Martignoni AG, Zürich
Projekt: Erweiterungsneubau Alterszentrum – Adlergarten
Projekt-Nr: NO 12
Projektverfahren: Studienauftrag auf Einladung, 1. Preis
Ort: CH, Zürich–8003
Bauherrschaft: Swiss Prime Site Solutions AG, Zug
Bilder: Sébastien Ressnig, Zürich