Das Vorhaben untersucht den Ersatz eines bestehenden Zeilenabschlusses unter zeitgemässen Nachverdichtungsanforderungen. Der Logik der städtebaulichen Situation sowie rechtlichen Begebenheiten folgend, formuliert das Neubauvorhaben, ausgehend von der südlich gelegenen Brandwand zum bestehenden Zeilenensemble, einen Baukörper mit vier Vollgeschossen. Die Volumetrie nimmt im Anschluss die bestehende Bautiefe auf und entwickelt sich dann sowohl strassen- wie gartenseitig eigenständig als freie Abwicklung. Die Gliederung des Körpers lässt das Volumen kleinteilig in Erscheinung treten, es ergeben sich umlaufend wechselnde Eindrücke. Die Möglichkeit eines anrechenbaren Untergeschosses und bestehender Geländervesprünge liess uns zudem ein eigenständiges Gartengeschoss formulieren. Als 4 Spänner erschliesst ein kompaktes Treppenhaus auf dem Regelgeschoss jeweils zwei Klein- sowie zwei grössere Familienwohnungen. Die Regelwohnungen entwickeln sich zu einer Aussen- oder Innenecke des Volumens und ermöglichen damit Mehrfachorientierungen bzw. spezifische Blick in den Strassen- und Gartenraum. Das Herzstück der jeweiligen Wohnungen bildet eine multifunktionale Fläche bestehend aus Jokerzone und verglaster Loggia. Die Paarung der Funktionen ermöglicht unterschiedliche Belegungszenarien hin bis zu einer Nutzung als eigenständiges Zimmer. Das Gefüge wird räumlich als Sommerzimmer artikuliert und vom Rest der Wohnung in seiner Erscheinung abgesetzt. Die Obergeschosse werden im Wesentlichen in einer konventionellen Holzständerbauweise mit Brettsperrholzdecken erstellt während der Sockel in Massivbauweise gehalten ist.
Team JCFA: Julian C. Fischer, Ludwig Hänssler, Noémi Orth
Projekt: Neubau Mehrfamilienhaus mit 20 Wohnungen
Projekt-Nr: NO 19
Projektverfahren: Studienauftrag auf Einladung, 2. Preis