Der Projektvorschlag für den Ersatzneubau einer Primarschule sieht ein kräftiges, konzentriertes Volumen mit Zuwendung zur Weite der angrenzenden Sportanlage vor. Prägnante Stirnfassaden, eingerückte Vorbereiche und die Gebäudecken besetztende Aussentreppen artikulieren den Auftakt in einen gedeckten Aussenbereich und Hauptzugang.
Das Schulhaus ist als flexibler Jahreszeitentypus entwickelt und sucht in Anlehnung an die städtebaulichen Motive eine dichte Vernetzung mit dem Aussenraum. Die alle Geschosse und Fuktionen verbindende Primärerschliessung kommt innerhalb des Dämmperimeters zu liegen. Die beiden Aussentreppen ermöglichen in den milderen Jahreszeiten eine Umkehrung der Erschliessungslogik mit unmittelbarem Zugang zu den jeweiligen Schultgeschossen.
Auf den Regelgeschossen werden über das zentrale Treppenhaus und Vorzone zwei Cluster betreten. Diese werden jeweils von einer Garderobe als zentrale Mitte aufgespannt. Die Garderobe wird über die Aussentreppen auch direkt von Aussen erschlossen und gruppiert umgreifend Klassenzimmer und Gruppenräume. Im 4./5. Obergeschoss rückt die Volumetrie auf Seite Sportplatz zurück und nimmt einen kleinen Allwetterplatz auf. Die Doppelsporthalle besetzt die Untergeschosse. Das Programm der Mensa wird in der bestehenden Sporthalle des Herter-Baus vorgeschlagen. Zwischen Neubau und Mensa erweitert ein weitläufiger Schulgarten mit Spielgeräten und Pflanzbeeten das pädagogische Angebot. Die Primärstruktur des Neubaus wird in einer pragmatischen Skelettbauweise als Hybridstruktur erstellt. Stützen aus Baubuche tragen einen Verbundträger aus Stahl, der mittels Füllbeton brandschutztechnisch ertüchtigt wird. Die Sekundärlage wird aus Brettsperrholz-Unterzügen gebildet und mit einer schlanken Betondecke ergänzt.
Team JCFA: Julian C. Fischer, Nils Franzini, Amos Mauri, Laura Schneider
Fachplaner: Landschaftsarchitekt, Alexander Hette, Fislisbach
Bauingenieur, Ferrari Gartmann AG, Chur
Projekt: Ersatzneubau Schulanlage Utogrund
Projekt-Nr: NO 24
Projektverfahren: Offener Wettbewerb, 3. Preis
Ort: CH, Zürich–8047
Bauherrschaft: Stadt Zürich, Amt für Hochbauten
Bilder: Studio Diode, Zürich